Meldung:

22. Mai 2017

Kreisverwaltung gibt Rat bei Suche nach Fördermöglichkeiten

Rede von Dr. Philipp Hesse im Kreistag am 12. Mai 2017
Philipp Hesse

Sehr geehrter Herr Kreistagsvorsitzender,
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen von den Linken!

In Ihrem Antrag fordern Sie, dass ein „Förder-Scout“ eingerichtet werden soll, der verschiedenen Personengruppen und Einzelpersonen helfen soll, eine bestmögliche Förderung zu erhalten. Zunächst möchte man meinen, dass das nach einem vernünftigen Vorschlag klingt: Eine zentrale Stelle an die sich jeder Ratsuchende wenden kann und mit einer passgenauen Lösung zufrieden wieder nach Hause geht.
Allerdings verkennen Sie in Ihrem Antrag die momentane Situation. Es gibt bereits eine Vielzahl von Personen in der Kreisverwaltung, die in ihren jeweiligen Fachgebieten Kunden professionell auf potentielle Fördermöglichkeiten hinweisen und dahingehend beraten.

  • Wenn ich ein denkmalgeschütztes Haus renovieren will, wende ich mich an den Fachdienst Bauen
  • Wenn ich als Firmenbesitzer neue Projekte in der Region plane, wende ich mich an den Fachdienst Wirtschaftsförderung.
  • Wenn ich am Haus oder bei Geräten Energie sparen will, wende ich mich an die Energieberatung im Fachdienst Klimaschutz und Erneuerbare Energien
  • Wenn ich als Verein auf der Suche nach Fördermöglichkeiten bin, wende ich mich an die Eherenamtskoordination.
  • Wenn ich als Jugendverband Beratungsbedarf habe, wende ich mich an die Geschäftsführung des Kreisjugendrings.

    Kurzum: Für die den Landkreis betreffenden Fördertatbestände gibt es mindestens einen kompetenten Ansprechpartner in der Kreisverwaltung. Somit ist das einzig Neue an Ihrem Antrag, dass dies alles zentral in einer Person zusammengefasst werden soll. Da stellt sich mir die Frage: Warum und mit welchem Vorteil? Wenn ich als Hausbesitzer Rat zum Thema Denkmalschutz haben möchte, dann ist mir doch viel lieber, wenn ich von genau dem selben Ansprechpartner auch Informationen über eventuelle Fördermöglichkeiten erhalten kann, anstatt die Auskünfte zu einem anderen Termin von einer anderen Person zu erhalten, die ich gegebenenfalls wieder neu über den Sachverhalt ins Bild setzten muss.
    Gleichzeitig wage ich zu behaupten, dass die Vielzahl an Fördermöglichkeiten, die es in diesem unserem Lande gibt, nur sehr schwer von einer einzigen Person zu überblicken ist.
    Von daher sagen wir als Fraktion „nein“ zum universellen Förder-Scout, aber aus voller Überzeugung „ja“ zu der guten Arbeit, die in diesem Bereich schon lange in der Kreisverwaltung geleistet wird.
    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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