Meldung:

15. Dezember 2016

SPD-AG 60 plus und Kreistagsfraktion

Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD und Mitglieder des Vorstands der Kreistagsfraktion haben sich gemeinsam mit Landrätin Kirsten Fründt zu einem Gedankenaustausch getroffen.

Dabei wurde insbesondere auch über die von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf geplanten und von den SPD-Seniorinnen und -Senioren kritisch hinterfragten Filialschließungen offen und intensiv diskutiert – insbesondere, weil für ältere Menschen Nachteile befürchtet werden.
Die Sparkasse reagiert mit der Umstrukturierung auf eine zu erwartende schlechtere Ertragslage durch die Niedrigzinsen der EZB, die auch vor den lokalen Geldinstituten hier vor Ort nicht halt machen und die Sparkasse in den nächsten Jahren vor weitreichende Konsequenzen stellen würde, wenn nicht vorsorglich darauf reagiert würde. Zudem ist das Nutzerverhalten der Kundinnen und Kunden analysiert worden, die vermehrt von zu Hause Online-Banking machen und Filialen oft nur noch aufsuchen, um Geld abzuheben oder Überweisungen zu tätigen. Umfangreiche Beratungen erfolgen dagegen meist in den größeren Zweigstellen. Neue Regularien der Finanzaufsicht stellen Anforderungen, die in kleinen Filialen nicht mehr aufrechterhalten werden können. Stattdessen baut die Sparkasse die Zahl größerer Service-Center aus. Zudem wird zumindest in jeder Kommune eine Filiale erhalten bleiben. Darauf legte Landrätin Kirsten Fründt großen Wert.
Werner Hesse als Fraktionsvorsitzender machte deutlich, dass man sich sehr wohl bewusst sei, Verantwortung dafür zu haben, den ländlichen Raum attraktiv zu halten.
Es sei aber auch gleichzeitig entscheidend, dass die Sparkasse weiterhin wirtschaftlich gesund bleibe. Denn nur so profitiert der Landkreis auch in Zukunft an ihren jährlichen Millionen-Ausschüttungen, mit denen die Grundschulbetreuung und Kindertagesbetreuung finanziert würden oder Vereine durch Spenden und Sponsoring ebenfalls in Millionenhöhe.
Als SPD-Fraktion hatte man mit der großen Koalition auf Kreisebene im November bereits einen Antrag auf den Weg gebracht, nach dem die Sparkasse aufgefordert wird, beim Wegfall von Filialen zu prüfen, wie etwa mobile Serviceangebote als Ausgleich geschaffen werden könnten, z. B. durch Besuch der Sparkassenmitarbeiter zu Hause oder Geldautomaten.

Für die Zukunft vereinbarten die beiden Vorstände von AG60 plus und Kreistagsfraktion eine noch engeren Austausch, um sich regelmäßig über anstehende Themen zu verständigen.

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