Pressemitteilung:

27. Mai 2015

Dr. Thomas Spies: Nur Abschreiben wäre bloß peinlich - Aber Bouffier übernimmt auch noch Schönfärberei von Rhön

UKGM

Der stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Thomas Spies hat den aktuellen Bericht der Frankfurter Rundschau zum Offenen Brief von Ministerpräsident Bouffier an den Betriebsrat des Universitätsklinikums Gießen und Marburg als „peinliche Posse“ bezeichnet. „Dass der Ministerpräsident nur zum Abschreiben taugt, wundert uns nicht. Dass er sich dabei aber auch noch als Lobbyist von Rhön einspannen lässt und deren schöngefärbte Personalrechnung übernimmt, ist ein Affront gegenüber den Beschäftigten des Uniklinikums Giessen und Marburg“, sagte Dr. Spies am Mittwoch in Wiesbaden. Hintergrund war die Bitte der Beschäftigten des Uniklinikums Giessen und Marburg um Unterstützung wegen zunehmenden Personalmangels und Überlastung. Die Antwort des Ministerpräsidenten soll laut Pressebericht im Wesentlichen aus kopierten Texten der Arbeitgeberhomepage bestanden haben.

Doch es komme noch schlimmer, so Spies: „Die abgeschriebenen Zahlen sind von Rhön auch noch sehr kreativ gerechnet. Bouffier hat sie aber einfach übernommen und nicht hinterfragt“, so der SPD-Abgeordnete. Statt der behaupteten Entlastung – die Bouffier völlig unkritisch übernimmt – ist eine zunehmende Belastung und Überlastung der Beschäftigten zu verzeichnen. Einerseits würden von Rhön Überstunden einfach in fiktive Stellen umgerechnet, andererseits die erhebliche Steigerung der behandelten Fälle unerwähnt gelassen. „Wenn man genau hinsieht, dann ist die erhebliche Belastungssteigerung offenkundig – dafür muss man aber auch hinsehen wollen“, sagte Dr. Spies.

Der Ministerpräsident ignoriere auf abenteuerliche Weise die Nöte der Beschäftigten, die er und die CDU mit dem Verkauf des Universitätsklinikums mit verursacht hätten. „Offenbar ist ihm die Überlastung der Beschäftigten völlig egal. Es ist schäbig, die Anständigkeit der Pflege so zu missbrauchen“, so Dr. Spies. Ärzte und Pflegekräfte würden aus ethischer Verpflichtung ihre Patienten auch dann versorgen, wenn es eigentlich nicht mehr ginge. Eine Entschuldigung des Ministerpräsidenten bei den Betroffenen sei unverzichtbar.


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