Pressemitteilung:

21. April 2015

Dr. Thomas Spies: Kein privates Versorgungsmonopol – Land muss UKGM-Pläne zur ambulanten Versorgung umgehend aufklären

UKGM

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Thomas Spies hat angesichts der aktuellen Berichterstattung zu den Plänen der Zentralisierung der ambulanten Krankenversorgung am UKGM Standort Marburg Aufklärung von Seiten der Landesregierung verlangt. „Es kann nicht sein, dass ein privater Konzern aus Bad Neustadt das Monopol über die gesundheitliche Versorgung in Marburg-Biedenkopf bekommt. Wir wissen um die Herausforderungen der Versorgung in Stadt und Kreis. Ein privates Monopol ist aber nicht die Antwort. Es braucht eine Kooperation mit den Ärzten vor Ort in Stadt und Landkreis“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Wiesbaden.

Der SPD-Politiker betonte, dass das Uniklinikum vor allem aufgrund des hohen Einsatzes der Beschäftigten ein gutes Krankenhaus sei - trotz der Privatisierung. Nötig seien aber eine Stärkung des öffentlichen Einflusses und eine Kooperation mit den freiberuflichen Ärzten, ohne dass wirtschaftliche Interessen an erster Stelle stünden – wie sie vor Ort auch der Ärztliche Direktor ankündige. „Wir brauchen eine gute Versorgung, aber kein gewinnorientiertes Monopol. Wir müssen hier zum Wohl der Patienten zusammenarbeiten“, so Dr. Spies.

Zunächst aber habe der SPD-Abgeordnete vom Land Hessen als Anteilseigner Aufklärung über die Pläne der Rhön-Kliniken AG gefordert. Wissenschaftsminister Rhein solle am Donnerstag im Wissenschaftsausschuss des Landtags über diese Pläne berichten. Die SPD wolle unter anderem Auskunft darüber, seit wann die Landesregierung von diesen Plänen wisse und wie die Auswirkungen einer primär wirtschaftlich orientierten Versorgungsmonopolstruktur bewertet werde.

„Statt Konzernrigorismus der Unternehmensspitze in Bad Neustadt ist eine Kooperation vor Ort zum Wohl der Patienten nötiger denn je. Wenn der Konzern die Ankündigung, die ambulante Flächenversorgung in Marburg-Biedenkopf laut Presseberichten „ohne auf zustimmendes Verhalten zu schielen“ durchsetzt, steht das jedem Versuch einer kooperativen Lösung entgegen. Seit neun Jahren bieten wir – trotz aller Kritik an der durch die CDU vorangetriebenen Privatisierung – an, gemeinsam an guten Lösungen für die Patienten zu arbeiten – leider bisher ohne Reaktion“, sagte Dr. Spies


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