Meldung:

16. Februar 2015
Auf der Tagesordnung der Handwerker:

Altengerechtes Wohnen im alten Bestand

Über die Umsetzung des Vorhabens „Wohnen im Alter“ der Koalition im Kreistag sprach der SPD-Arbeitskreis Soziales mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft. Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher und sein Stellvertreter Hartmut Pfeiffer so-wie Geschäftsführer Meinhard Moog berichteten über die Initiativen der Handwerker im Bereich altengerechtes Wohnen. Verstärkt will die Kreishandwerkerschaft sich für Umbauten und Sanierungen von Wohnraum einsetzen, um Leerstand in den Orts-kernen entgegen zu wirken. Wenn alte Häuser verfielen, bluteten die Orte aus. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf sei noch Zeit zu handeln, so Limbacher. In benach-barten Kreisen sehe es teilweise schlimm aus. Das Handwerk sei der richtige Partner für altengerechtes Wohnen: „Die Handwerker vor Ort haben das Einfühlungsvermö-gen für die Bausubstanz.“ Sie seien auch präsent in den Orten und bildeten auch aus.

So sah es auch der Vorsitzende des Arbeitskreises Soziales Hans-Gerhard Gatzweiler. Die Sozialpolitik brauche in diesen Fragen die fachliche Kompetenz der Handwerker. Die Belebung der Ortskerne habe auch der Wettbewerb des Kreisaus-schusses „Wohnen im Alter“ zum Ziel. Der Wettbewerb sei erster Baustein im Projekt „Leitlinie für die Altenhilfe“, die von einer interfraktionellen Arbeitsgruppe erstellt werde und Handlungsleitfaden für die nächsten 5 Jahre im Landkreis sein sollen.
Mit der Entwicklung von altersgerechten Wohnprojekten könne dem Wunsch nach selbständigem Wohnen im Alter entsprochen werden. In den Ortskernen böten sich zunehmend leerstehende Gebäude für eine andere Nutzung an. „Ortskernbelebung durch Verknüpfung von Leerstandsnutzung und Altenhilfe ist für uns ein relevanter Handlungsansatz“, sagte Gatzweiler.

Für die Abstimmung mit der Kreishandwerkerschaft setzte sich auch Hans-Martin Seipp, Bauunternehmer und SPD-Kreistagsabgeordneter ein, der das Gespräch initi-iert hatte. Die Menschen wünschten sich, möglichst lange ihr Leben in der eigenen Wohnung zu gestalten. Gleichzeitig wachse der Anteil der Personen, die im Alter Unterstützung und Pflege benötigten. Hier Lösungen zu finden für ein möglichst gutes Wohnen im Alter sei die gemeinsame Aufgabe von Politik und Handwerk.

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