Pressemitteilung:

19. November 2014

Dr. Thomas Spies: Minister muss zu erneutem Personalabbau am Uniklinikum Giessen und Marburg Stellung nehmen

UKGM

Der Marburger SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Spies hat einen heutigen Pressebericht der Oberhessischen Presse über einen weiteren Personalabbau am Universitätsklinikum Giessen und Marburg als „außerordentlich erklärungsbedürftig“ bezeichnet. „Angesichts der allgemein bekannten, notorischen Belastung des Pflegepersonals bis an und über ihre Grenzen hinaus, kann ich schwerlich nachvollziehen, wie ein weiterer Personalabbau am Uniklinikum gerechtfertigt werden kann“, so der SPD-Politiker am Mittwoch in Wiesbaden.

Spies verwies darauf, dass Ministerpräsident Bouffier vor der Landtagswahl wiederholt ein Moratorium beim Stellenabbau versprochen hatte. „Jetzt muss die Landesregierung erklären, wie sie als Miteigentümer zu den neuerlichen Entwicklungen steht und was sie dagegen tun will“, so Spies.

Spies hat deshalb im Namen der SPD-Fraktion Wissenschaftsminister Rhein aufgefordert, in der morgigen Ausschusssitzung zu den neuen Meldungen zu berichten. „Wir sind gespannt, wie die Landesregierung und insbesondere die Koalition von CDU und Grünen dazu steht“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker. Insbesondere wolle Spies wissen, in wie weit die Vereinbarungen des Kaufvertrags zum Verhältnis der Standorte eingehalten würden und wie die Landesregierung das kontrolliere. „Die Aufgabenverteilung zwischen Marburg und Giessen ist Teil des Vertrages“, so Spies. Davon könne Rhön nicht eigenmächtig abweichen. Deshalb sei schwer verständlich, wie es zu einer angeblich so unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung der Standorte kommen könne. „Hier ist die Landesregierung in der Pflicht, für Ausgleich zu sorgen, auch im Interesse von Forschung und Lehre – die das Land mit über sechzig Millionen Euro finanziert“, so Spies.

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