Pressemitteilung:

12. November 2014

Angelika Löber: EU-Lebensmittelinformationsverordnung ist ein wichtiger Schritt, weißt aber immer noch Lücken auf

Verbraucherschutz

Die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Angelika Löber hat den Fortschritt hin zu einer einheitlichen Lebensmittelkennzeichnung, die ab dem 13.12.2014 in allen EU-Mitgliedsstaaten verbindlich in Kraft treten wird, trotz einzelner Lücken begrüßt. „Eine dieser Lücken besteht beispielsweise in der neu durchzuführenden Kennzeichnung von Kaloriengehalt sowie den sechs Nährstoffen Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz. Es stellt sich die Frage, wie ausgerechnet diese Auswahl an Nährstoffen die Verbraucher in Zukunft besser über ungesunde beziehungsweise gesunde Lebensmittel informieren kann. Woran soll der Verbraucher erkennen, ob der Gehalt zum Beispiel an Fett oder Zucker als hoch, mittel oder niedrig zu bewerten ist? In diesem Fall wäre eine verbraucherfreundliche Ampelkennzeichnung eine gute Alternative gewesen“, sagte Löber am Mittwoch in Wiesbaden.

Des Weiteren sehe die neue Verordnung vor, dass Hersteller zur Deklarierung der Herkunft ihrer Produkte verpflichtet seien, wenn ohne einen solchen Hinweises eine Irreführung des Verbrauchers zum eigentlichen Ursprungsland nicht auszuschließen sei. „Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz für die Verbraucher. Allerdings ist offen geblieben, auf welche Lebensmittel die Angabe des Ursprungslandes und des Herkunftsortes verpflichtend wird und wie die Kennzeichnung konkret aussehen soll“, so die SPD-Abgeordnete.

Im Koalitionsvertrag haben sich CDU und Bündnis 90/Die Grünen auf eine Verbesserung der Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger beim Einkauf von Lebensmitteln geeinigt. „Die Landesregierung ist nun in der Pflicht sich dafür einzusetzen, das Versprechen einzulösen und die offenen Lücken zu schließen“, sagte Löber.

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