Pressemitteilung:

Weimar-Argenstein, 22. September 2013

SPD-Fraktion informierte sich auf der Zeiteninsel Argenstein

Archäologischer Hessenpark

Auf dem Gelände des Freilichtmuseums Zeiteninsel bekommt man ein Gefühl dafür, wie es früher einmal war. Jahrtausende alte Geschichte werden hier in fünf Zeitstationen am ringförmigen Wege- und Gewässerverlauf an Lahn und Allna lebendig. Bis zur Fertigstellung wird es noch eine Weile dauern, doch so lange will der Förderverein mit Bezirksarchäologen Dr. Andreas Thiedmann an der Spitze nicht warten. Schon im Entstehungsprozess mit dem Bau von Haus- und Siedlungsanwesen bekommen Besucher Zugang und Einblicke, natürlich auch, damit weitere Freunde und Förderer gewonnen werden. So informierte sich jetzt die SPD-Kreistagsfraktion an Ort und Stelle über den Fortgang des Projekts Zeiteninsel bei Argenstein (amtlich: Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land“). Ziel ist ein überregionales Bildungs- und Freizeitangebot. Leicht zugänglich und verständlich präsentiert.

Zur Finanzierung des Projekts liegt die Zusage vom Land Hessen vor, 90 % der Baukosten zu übernehmen. Veranschlagt für den ersten Bauabschnitt sind 5,3 Mio. Euro, den Rest muss die Gemeinde Weimar aufbringen, nicht gerade ein Pappenstiel. Daher wurde jetzt eine Genossenschaft gegründet, der u.a. die Gemeinde Weimar, der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Marburg
angehören. Die Stadt Marburg hat ein großes Interesse an dieser Anlage vor ihren Stadttoren, erhöht es doch auch ihre Anziehungskraft.

Es werden noch einige Jahre vergehen, bis das Freilichtmuseum vollendet ist. Vergangene Jahrtausende dieser Landschaft im wahrsten Sinne des Wortes „an die Oberfläche zu holen“ geht nicht von heute auf morgen, meinte Fraktionsvorsitzender Werner Hesse. Vielleicht lag dort auch ein Lagerplatz im 30-jährigen Krieg? Auf dem Gelände kann man sich vorstellen, wie über die heute beschaulichen Wiesen bei Argenstein die Rösser stampften und die Soldaten aufeinander losliefen. Doch um die Darstellung des 30jährigen Krieges geht es hier zumindest erst mal nicht, sondern vielmehr darum, einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, wie die Menschen in Vor- und Frühzeit wohnten, wirtschafteten und ihr Alltagsleben meisterten.

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