Meldung:

08. Juli 2017

Erweiterung der Burgwaldschule: „Umsetzung der Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs“

Rede von Harald Althaus im Kreistag am 30. Juni 2017
Harald Althaus

Die Burgwaldschule Wetter ist eine Schule mit drei Standorten.
Der Hauptstandort ist in der Stadt Wetter mit einem Gebäude aus dem Jahre 1959 und einem Anbau aus den 80iger Jahren, in der Amönauer Straße und einer Sporthalle auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Schule wird von Kindern aus Todenhausen, Niederwetter und Wetter besucht sowie einzelnen Kindern aus den Dörfern Mellnau, Oberrosphe und Unterrosphe.
In der Außenstelle Oberrosphe werden die Kinder der Jahrgänge 1 und 2 aus den Dörfern Mellnau, Oberrosphe und Unterrosphe in jahrgangshomogenen Klassen beschult, in Mellnau die Kinder der Jahrgänge 3 und 4.
Jedem Standort angegliedert ist ein Betreuungsangebot.
Aktuell werden am Standort Wetter 142 Kinder in 8 Klassen beschult plus 2 Intensivklassen mit insgesamt 24 Kindern und eine Vorklasse mit 14 Kindern.
In Oberrosphe und Mellnau werden jeweils 31 Kinder in jeweils 2 Klassen beschult.
Laut Schulentwicklungsplan wird die Schülerzahl am Standort Wetter von 142 auf 169 bis zum Schuljahr 2022/23 steigen was eine sehr positive Entwicklung ist.
Als Folge müssen die Räumlichkeiten den erhöhten Schülerzahlen, den gestiegenen Anforderungen an die pädagogischen Konzepte sowie der Inklusion und der Integration Rechnung tragen und angepasst und erweitert werden.
Um geeignet Lösungsansätze zu finden, hat sich der Kreisausschuss in 2016 für die Durchführung eines Realisierungswettbewerbs entschieden.
Ziel war es, auf der verhältnismäßig kleinen zur Verfügung stehenden Fläche einen umsetzbaren Gebäudeentwurf unter Einbeziehung des Bestandes mit besonderen städtebaulichen, gestalterischen und funktionalen Qualitäten zu finden. Dabei sollen sowohl die pädagogischen Anforderungen als auch die Barrierefreiheit, der Brandschutz sowie die energetische Optimierung berücksichtigt werden.
Es wurden 15 prüffähige Wettbewerbsarbeiten eingereicht und in einer Preisgerichtssitzung am 13.10.2016 bewertet.
In der ganztägigen Preisgerichtssitzung wurden alle 15 prüffähigen Wettbewerbsarbeiten bewertet und nach und nach aussortiert bis man zu den hier vorliegenden 3 Preisträgern kam.
Die einzelnen Bewertungen mit der Bewertungsmatrix liegen ihnen allen in der Begründung zur Beschlussvorlage vor.
Was spricht für die Umsetzung des mit dem ersten Preis prämierten Planungsentwurfs?
Es war der einzige Planungsentwurf der einen Abriss des Altgebäudes aus dem Jahre 1959 vorsieht. Dadurch werden alle Probleme behoben, die die restlichen 14 Entwürfe mit den unterschiedlichen Höhen des Altbaus, des Anbaus und einem Neubau hatten.
Der Planer war zusätzlich der Ansicht, dass das Gebäude aus den 60er Jahren seiner Struktur nach nur bedingt für eine Grundschule geeignet ist und dass sich eine „funktionale, qualitative hochwertige und zukunftsfähige Grundschule nach den aktuellen pädagogischen Leitbildern“ besser in einem Neubau verwirklichen lässt.
Dem schließe ich mich auch an!
Des Weiteren, verschwindet das unkalkulierbare Risiko, das bei der Sanierung des Altbaus durch bisher nicht bekannte Schadstoff- bzw. Betonsanierungen auftreten könnte.

Der prämierte Vorschlag besticht durch seine Klarheit, Übersichtlichkeit und klare Linien sowie die vielfältigen neuen pädagogischen Möglichkeiten wie z.B. Differenzierungsräume und Lernnischen.
Dies wurde auch explizit von der derzeitigen Schulleitung der Burgwaldschule herausgehoben.
Dies alles spricht für die Umsetzung des mit dem ersten Preis prämierten Planungsentwurfs.
Unabhängig von den initialen Planungen hat die Schulleitung gemeinsam mit dem Schulträger beschlossen während der Baumaßnahme keinen Schulbetrieb am Standort in der Amönauer Str. stattfinden zu lassen.
Die ist aus Sicht des sicheren Schulbetriebs und einer behinderungsfreien Bauausführung absolut die richtige Entscheidung!
Während der Baumaßnahmen werden die Klassen 2-4 und die Intensivklassen an der Wollenbergschule unterrichtet.
Mit umziehen werden auch die vier Betreuungsgruppen.

Dies bedeutet natürlich, dass sowohl die Wollenbergschule als auch die Schüler der Burgwaldschule näher zusammen rücken müssen. Hier schon mal ein herzliches Dankeschön an die Wollenbergschule für ihre Bereitschaft und Unterstützung.

Die beiden neuen Klassen 1 aus Wetter und die Vorklasse werden in den Außenstellen in Mellnau und Oberrosphe in den KiTa-Räumen eingerichtet werden.

Start dieser räumlichen Umstrukturierung ist mit Beginn des neuen Schuljahres geplant, so dass bereits zeitnah der Abriss des Altbaus beginnen kann.

Ich glaube, wir hoffen alle, dass mit Beginn des Schuljahres im August 2019 die Burgwaldschule in ihre „neue Schule“ einziehen kann!

Neben allen positiven Rückmeldungen gibt es bereits jetzt Bedenken, insbesondere aus Mellnau und Oberrosphe. Man befürchtet, dass mit der Erweiterung der Burgwaldschule in Wetter automatisch eine Schließung der Außenstellen in Mellnau und Oberrosphe verbunden ist und somit eine weitere Benachteiligung der kleinen Kommunen auf dem Land.

Dies ist nicht der Fall. Die 5. Statistische Fortschreibung des Schulentwicklungsplans sieht weiterhin eine Beschulung bis 2022 in den Außenstellen vor!

Erst nach Einzug der Burgwaldschule in seine neuen Räumlichkeiten und nach Umsetzung seiner pädagogischen Konzepte muss man prüfen inwieweit überhaupt Platz für weitere 4 Klassen mit über 60 Schülern in Wetter ist.

Aber dies ist ein anderes Thema, was zu gegebener Zeit diskutiert und bewertet wird.

Die Erweiterung der Burgwaldschule Wetter ist ein notwendiger und zu unterstützender Schritt zur strukturellen und pädagogischen Weiterentwicklung der Grundschule und trägt erheblich zur positiven Weiterentwicklung der Stadt Wetter bei!
Stimmen auch sie, wie die Koalition dem hier vorgelegten Beschlussvorschlag zu.
Ich würde mich für Wetter sehr freuen, wenn der Beschlussvorschlag heute hier in diesem Haus eine breite Mehrheit finden würde.
Danke für ihre Aufmerksamkeit!

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