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Die Partei

Die SPD ist eine Mitgliederpartei. Über eine halbe Million Menschen sind Mitglied in der SPD. Sie ist die zweitgrößte Partei in Deutschland. Hier treffen unterschiedliche Mitbürger aufeinander, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: eine bessere Zukunft für unsere Gesellschaft. Das muss natürlich organisiert werden. Aufgebaut ist die SPD von rund 12.000 Ortsvereinen an der Basis - in ca. 350 Kreisverbänden. Darüber stehen die Landesverbände und „ganz oben“ der Parteivorstand in Berlin.

In der SPD Marburg-Biedenkopf sind fast 80 Ortsvereine. Sie bilden den Unterbezirk Marburg-Biedenkopf. Der Unterbezirksparteitag ist das höchste beschlussfassende Gremium. Er setzt sich zusammen aus 171 in den Ortsvereinen gewählten Delegierten und den 15 Mitgliedern des UB-Vorstands.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Vorstand und Ortsvereine der SPD Marburg-Biedenkopf und die aktiven Arbeitsgemeinschaften.


Stadtverband Marburg unterstützt Resolution gegen A4

Ende 2007 wurde eine u.a. vom Land Hessen finanzierte Machbarkeitsstudie zum Bau einer Bundesfernstraße zwischen Olpe (NRW) und Hattenbach (Hessen) vorgelegt. Die Studie beschreibt im wesentlichen zwei mögliche Trassenführungen: Eine Nord- und eine Südvariante. Die Nordvariante verläuft in weiten Teilen durch das Kreisgebiet Waldeck-Frankenberg, während die Südvariante den Landkreis Marburg-Biedenkopf durchschneidet.

Bei Realisierung der Südvariante wären die Marburger Stadtteilgemeinden Michelbach, Wehrshausen und Hermershausen unmittelbar betroffen gewesen. Lärm- und Abgasemissionen würden die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtteile stark belasten. Naherholungsräume für die Marburger Bevölkerung würden verloren gehen, Natur- und Landschaftsschutzgebiete für immer zerstört. Mittlerweile ist die Nordvariante zur Planung ausgeschrieben.

Doch ein volkswirtschaftlicher Nutzen durch die Straße ist nicht erkennbar. Bei geschätzten Kosten für den Bau der Straße von bis zu 2,8 Milliarden Euro und einer zu erwartenden Fahrzeiteinsparung von rund 20 Minuten ist eine vernünftige Kosten-Nutzen Relation nicht gegeben.

Die Grüne Politkerin Bärbel Höhn hat die Bundesfernstraße als nicht weniger als „eine verkappte Autobahn A 4” bezeichnet ...
Ich sage Euch:
Die Bundesfernstraße ist nicht nur eine verkappte Autobahn – sie ist für den Fernlastverkehr besser als eine Autobahn, denn sie ist dann voraussichtlich mautfrei.

Was 1984 in Planung war, muss heute nicht unumstößlich weiter geführt werden. Mittlerweile denken Menschen anders über Ihre Umwelt nach. Wir wissen mittlerweile zu schätzen, wenn wir noch weitgehend intakte Natur haben wie den Burgwald oder Bereiche des Lahntals …

Wir wissen mittlerweile auch, das Autobahnen nicht automatisch mehr Arbeit bringen. Sonst gäbe es etwa im Ruhrgebiet, dass eine Fülle an Autobahnen bietet eine höhere Arbeitslosigkeit als in Marburg-Biedenkopf oder Waldeck-Frankenber, -um in Hessen zu bleiben - lassen sich auch Gießen oder Frankfurt heranziehen. Autobahnen befördern im Gegenteil noch mehr Arbeitnehmer in die Ballungszentren.

Der derzeit favorisierte Trassenverlauf ist nur mit erheblichem Aufwand umsetzbar. Auf Tunnel soll weitgehend verzichtet werden. Das bedeutet der Verkehr wird über Brücken geführt, auf denen der Verkehrslärm über weite Entfernungen hörbar ist. Die Trasse durchschneidet Naturschutzgebiete, Biotope und Kulturlandschaften, Lebensräume von Wildkatze, Schwarzstorch und Luchs. Immer mehr Menschen/Betroffene schließen sich in Bürgerinitiativen zusammen, um gegen den Bau zu demonstrieren.

In Zeiten des drastischen Klimawandel sollte jeder Bedarf an Straßenkilometern gut überlegt sein. Was wird sein, wenn die Krise noch ein bischen bleibt, dann kommt die Trasse am Ende noch in den Landkreis Marburg-Biedenkopf zurück, weil hier die Umsetzung billiger ist. Außerdem - was wir in Marburg nicht wollen, werde wir auch nicht ohne Not und Dringlichkeit anderen aufbürden.

Auch ohne diese Bundesfernstraße haben wir hier in der Region eine starke mittelständische Wirtschaftsstruktur entwickelt. Wir unterstützen – und wünschen - den Bau die A49, die ein wirkliche Verbesserung der Anbindung nach Norden darstellt.
Die Fahrzeit von Siegen bis Hattenbach verkürzt sich um eine Strecke von nur 30 km. Dafür müssen rund 120 km Bundesstraße durch schwieriges Gelände gebaut werden, das kostet rund 3 Milliarden Euro – Geld, das sicherlich an anderer Stelle besser angelegt wäre.

Die SPD Marburg spricht sich deshalb gegen den Bau der Bundesfernstraße Olpe-Hattenbach aus.


Sie unterstützt den Bundestagsabgeordneten Sören Bartol darin, sich weiterhin für die völlige Herausnahme der Straße aus dem Bundesverkehrswegeplan einzusetzen.

Darüber hinaus fordert sie das Land Hessen auf, sämtliche weiteren Planungen zum Bau der Straße einzustellen.



Links

Sören Bartol, MdB
Dr. Thomas Spies
Barbara Weiler, MdEP
SPD Marburg
SPD Hessen Nord
SPD Hessen





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